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Der Fall Elyas M’Barek

Im Zoo Palast in Berlin feierte das Kino-Drama DER FALL COLLINI Weltpremiere – Superstar M’Barek strebt damit einen Imageboost an

Basierend auf dem gleichnamigen Roman des Erfolgsautors Ferdinand von Schirach („Schuld“, „Terror“) hat der Rosenheimer Regisseur Marco Kreuzpaintner mit DER FALL COLLINI ein spannungsgeladenes Drama inszeniert, das von einem der größten deutschen Justizskandale erzählt. Erst letzte Woche erhielt Kreuzpaintner den renommierten Grimme-Preis für die von ihm inszenierte Amazon-Prime-Serie BEAT.

Neben Regisseur Marco Kreuzpaintner war die hochkarätige Besetzung vor Ort, nur Heiner Lauterbach fehlte: Darsteller Elyas M’Barek, Franco Nero, Alexandra Maria Lara, Jannis Niewöhner, Pia Stutzenstein, Manfred Zapatka und Catrin Striebeck sowie Autor Ferdinand von Schirach. Im Anschluss an die Vorstellung wurde lebhaft über das bisher eher unbekannte Kapitel deutscher Geschichte diskutiert, über Recht und Gerechtigkeit und über die Aktualität des jungen Anwalts, der Haltung und politisches Bewusstsein entwickelt und gesellschaftliche Verantwortung übernimmt.

Kinostar Elyas M’Barek, der mit dem Erfolg der FACK JU GÖHTE-Trilogie in Deutschland zum Superstar aufstieg, will sich in der Bestsellerverfilmung von einer neuen Seite zeigen. Schade, dass ihm Kreuzpaintner dafür nicht einen neuen Look verpasst hat: Perfekter Drei-Tage-Bart und Frisur wie immer, dazu maßgeschneiderte Anzüge (oder lässiges Hoodie), M’Barek sieht im Film genauso aus, wie wir ihn von Events oder seinen Instagram-Account kennen. Was Mimenspiel und Ausstrahlung anbelangt – da spielen ihn seine Kollegen Alexandra Maria Lara, Heiner Lauterbach und vor allem Weltstar Franco Nero sowieso an die Wand.

Man sollte DER FALL COLLINI , den neuesten Streifen aus dem Hause Constantin Film, nicht wegen Elyas M’Barek ansehen, sondern wegen einer grandiosen Kameraführung, super Sound, einer spannenden Geschichte die intelligent erzählt ist, und weil Kreuzpaintner im Gesamtpaket ein Film auf Hollywood-Niveau gelungen ist. Kinostart ist am 18. April.

Text: Gesine Jordan // Fotos: © 2019 Constantin Film Verleih GmbH / Sebastian Reuter

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