Red Carpet

Gruseliges im Gloria

Sport können sie, das hat der Pay-TV-Sender Sky schon bewiesen. Die erste eigene (naja, die ARD hat mitproduziert) Serie „Babylon Berlin“ war ein voller Erfolg bei Publikum UND Kritikern, da traute man sich bei den Münchner Fernsehmachern an eine Serienadaption des Filmklassikers „Das Boot“, die aktuell zu sehen ist.

Am 25. Januar startet Baby Nr. 3: „Der Pass“, ein Mystery-Thriller. Die achtteilige Sky Original Production feierte im Münchner Gloria Palast schon mal Premiere. Carsten Schmidt, CEO von Sky Deutschland, begrüßte rund 250 geladene Gäste (mehr Sitzplätze gibt es auch nicht im Premium Kino am Stachus), darunter Produzent Quirin Berg, die Darsteller Nicholas Ofczarek, Julia Jentsch und Lucas Gregorowicz (der fesche Berti aus „Vorstadtweiber“), sowie Hollywood-Musikproduzent Hans Zimmer, der eigens aus Los Angeles angereist waren.

Darum geht’s: Als in den Alpen, exakt auf der deutsch-österreichischen Grenze eine grausam in Szene gesetzte Leiche gefunden wird, entsenden die beiden Länder zwei Ermittler, um den Fall aufzuklären. Für Ellie Stocker (Julia Jentsch) aus Berchtesgaden ist dies die erste große Herausforderung ihrer Karriere. Die engagierte Kommissarin wirft sich mit vollem Elan in die Ermittlung.

Nicholas Ofczarek und Julia Jentsch als Ermittler in der Sky-Serie „Der Pass“

Ganz im Gegensatz zu ihrem zynischen Kollegen Gedeon Winter (Nicholas Ofczarek) aus Salzburg, der mit seinem Polizisten-Dasein längst abgeschlossen zu haben scheint. Als weitere Leichen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet gefunden werden, wird klar, dass es die Ermittler mit einem intelligenten Serientäter zu tun haben, dessen böses Treiben sie nur gemeinsam stoppen können.

Ausgedacht hat sich dieses moderne Schauermärchen das Münchner Regisseuren- und Autoren-Duo Cyrill Boss und Philipp Stennert. Die beiden arbeiten nur im Doppelpack und feierten zuletzt Erfolge mit dem TV-Bio-Pic „Die Dasslers“ und dem Kinderkinofilm „Das Haus der Krokodile“.

Die Premierengäste sahen die ersten drei Folgen, bevor es in den benachbarten „Heart“-Club ging, zum Feiern. Mein Fazit der Serie: Die erste Folge ist ein bisschen zäh, aber das Spiel von „Kotzbroken“ Nicholas Ofczarek (in bester Joseph Hader Marnier) macht Lust auf mehr. Die zweite Folge nimmt dann richtig Fahrt auf und in der dritten wünscht man sich als Frau eine starke Männerhand, die man ab und zu drücken kann.

Text: Gesine Jordan // Fotos: API Michael Tinnefeld für SKY

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