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Fesche Derndl im Dirndl

Warum Lena Meckel am Weltfrauentag so glücklich war – und Tiger Kirchharz so traurig…

Felix Oberthür, Wirt des bayerischen Restaurants Irmi, und Dr. Axel Munz, Chef von Trachten Angermaier, hatten 20 Frauen zum Dinner eingeladen. Anlass war der Weltfrauentag. Organisiert hatte den Event – ich bin fast versucht zu sagen, „wer sonst?“ – eine Frau: Michaela Rosien!

Schauspielerin Lena Meckel genoß den Abend besonders, denn ab Mitte März geht es für sie auf’s flache Land. Fünf Monate dreht sie in der Lüneburger Heide, für die nächste Staffel der ARD-Telenovela Rote Rosen. „Ich finde die Idee der Veranstaltung gut, denn uns Frauen sollte man immer feiern und ich bin ein großer Trachten-Fan.“ Als Zuckerl für die Damen hatte Trachten-Angermeier für den Abend seinen Gästen ein Dirndl zur Verfügung gestellt. Einzig Kickboxerin Georgia Guillaume, Ehefrau von Schauspieler Michel Guillaume, kam in Lederhosen: „Heutzutage haben auch die Frauen die Lederhosen an, schließlich leben wir in der Zeit der Gleichberechtigung. Und für ein Dirndl fehlt das Holz vor der Hütt’n“, meinte sie lachend.

„Ich bin stolz darauf, eine Frau zu sein. Deshalb bin ich heute auch gerne mit dabei“, so Tiger Kirchharz. Die Tänzerin und Choreographin konnte den Abend genießen, trotz zweier kleiner Wermutstropfen: Zum einen plagte sie ein kleiner Jet-Lag, erst am Tag vorher, war sie aus dem Bali-Urlaub zurückgekehrt, zum anderen ging plötzlich ihr iPhone nicht mehr. Tot. Kein Foto, kein Social-Media-Post mehr möglich. Die anderen Damen, wie Miß Bayern Sarah Zahn oder Fashion-Bloggerin Jeannette Graf posteten dafür umso fleißiger.

Für Graf hatte der Tag eine besondere Bedeutung: „Ich bin gebürtige Kroatin und in meiner Heimat hat der Weltfrauentag schon immer einen hohen Stellenwert. Toll, dass er jetzt auch in Deutschland immer mehr Bedeutung bekommt, auch durch diesen Event.“ Mit-Gastgeber Dr. Axel Munz, fühlte sich sichtlich wohl und zeigte sich ganz von seiner emanzipierten Seite: „Obgleich bereits 100 Jahre alt, hat Berlin erst jetzt, und als einziges Bundesland, den internationalen Frauentag zum Feiertag erhoben. Es ist schon viel erreicht, aber der Kampf für die Gleichberechtigung von Frauen geht weiter. Man denke nur an Gehaltsunterschiede, häusliche Gewalt und Mitspracherecht in der Politik. Wir können diese Ziele zwar nicht an einem Abend verwirklichen, aber wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um unsere Solidarität zu bezeugen.“

Hairstylistin und Blond-Expertin Ayse Auth kam erst zum Dessert: „Ich hatte volles Haus im Salon, da war heute am Weltfrauentag echt was los. Ich liebe Ladies-Only-Veranstaltungen, deshalb bin ich gerne hier.“ Freestyle-Skifahrerin Heidi Zacher hatte Ski-Outfit gegen Dirndl getauscht: „Ich komme extra aus meiner Heimat Lenggries. In meinem Job habe ich mehr mit Männern als mit Frauen zu tun, denn es gibt mehr männliche Athleten und auch mehr Männer im Betreuerstab. Aber ich finde es wichtig, dass dieser Tag gefeiert wird, da er die Gleichberechtigung symbolisiert.“

Auch Hausherr Felix Oberthür freute sich über die weibliche Gesellschaft: „Irmi ist ja eine Powerfrau. Sie steht für Lebensfreude, Genuss und Gemütlichkeit und vereint Tradition und Moderne.“ Er servierte den Damen ein Sharing-Dinner: Zur Vorspeise gab es ein Brotzeit-Brettl, Spinatsalat mit Ziegenquark und Beeftatar, zum Hauptgang Bergkäse-Ravioli mit grünem Spargel, Saibling mit Selleriepüree, Alm-Entrecote und Käsespätzle und als Dessert Kaiserschmarren mit Zwetschgenröster, Topfenmousse mit Heidelbeerkompott und Eiscreme.

Text: Gesine Jordan + Andrea Vodermayr // Fotos: Gesine Jordan (4), G. Nitschke – Sabine Brauer Photos (6)

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